Geschichte

Schon im Altertum…

war intermittierende Katheterisierung eine anerkannte Behandlungsmethode für Blasenstörungen, die über Jahrhunderte angewandt wurde. Bereits die alten Ägypter, Griechen und Römer praktizierten SIK. 

Die ersten bekannten Katheter bestanden aus Metall (Gold, Silber oder Eisen), aber auch aus Holz. Sie wurden für die verschiedensten Zwecke eingesetzt. Vor allem wurden sie für die Entleerung der Blase und für die Behandlung von Harnretention verwendet. Manchmal wurden über einen Katheter auch Arzneimittel direkt in den Körper verabreicht. 

Auch Blasensteine wurden mit Hilfe von Kathetern entfernt.

Even the old Greeks...

Der menschliche Körper hat sich über die Jahre nicht wesentlich verändert. Bereits vor tausenden von Jahren wusste man, dass es wichtig ist, die Urethra beim Einführen eines Katheters möglichst nicht zu verletzen. Um die Reibung zu vermindern, wurde der Katheter mit Butter, Öl oder weichem Käse gleitfähig gemacht! 

Im Laufe der Zeit fand man neue Materialien für die Herstellung von Kathetern, zum Beispiel Bronze, Blei und Tierdärme. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Katheter aus Gummi.

… machte man es genauso wie wir heute.

1935 wurde der Ballonkatheter eingeführt. Damit war es nun möglich, einen Katheter zu fixieren. Im Zweiten Weltkrieg benutzte man Katheter dazu, die Urinmengen schwer verwundeter Soldaten zu messen. 

Mitte des 20. Jahrhunderts stellte sich heraus, dass der Langzeiteinsatz von Verweilkathetern zu ernsten Komplikationen führte: unter anderem zu Harnwegsinfektionen, chronischen Entzündungen und verminderter Nierenfunktion. Ende der siebziger Jahre erkannte man, dass intermittierende Katheterisierung, also die Entleerung der Blase mit einem Katheter, der nach der Blasenleerung wieder entfernt wird, eine sanfte Methode ist, mit der Menschen mit Blasenfunktionsstörungen ihre Blase entleeren können.